Corona-Krise ist ein Ereignis höherer Gewalt

Keine Beitragsrückerstattung bei Corona-bedingter Schließung der Golfanlage

Nach Information durch den Deutschen Golf Verband hat ein Amtsgericht die Forderung von Nutzungsberechtigten
auf Rückerstattung von Beiträgen wegen Corona-bedingter Schließung der Golfanlage abgelehnt.

Nach Auffassung des Gerichts handelt es sich bei der Corona-Krise um ein Ereignis höherer Gewalt, welches sowohl
für den Nutzungsberechtigten als auch für die Betriebsgesellschaft unvorhersehbar und unabwendbar war.

Der Golfanlagenbetreiber muss seinen Nutzungsberechtigten den Golfplatz nicht an 365 Tagen im Jahr zu jeder Zeit
zur Verfügung stellen. Witterungsbedingte Schließungen oder Einschränkungen einzelner Teile des Platzes kommen
regelmäßig vor. Das unterscheidet die vertragliche Situation von Golfanlagen im Unterschied zu Fitnessstudioverträgen.
Auf der anderen Seite hat der Golfanlagenbetreiber auch während der Corona-bedingten Schließung den Golfplatz
instand gehalten und bei günstiger Wetterlage auch außerhalb der durchschnittlichen Saisondauer für den Spielbetrieb
geöffnet.

Letztlich läge es auch nicht im Interesse aller Nutzungsberechtigten, wenn der Betreiber die Beiträge zurückerstatten
müsste, da die Nutzungsberechtigten einen dauerhaft gepflegten Platz erwarten, was ohne die finanziellen Mittel aus
den Spielrechtsgebühren nicht möglich wäre.

Wir bitten daher um Verständnis bei Abbuchug der Monatsbeiträge für 2021.       - Gez. Frank Schlürmann -